Heute Abend eröffnet das diesjährige DOK.fest München und dann heißt's wieder: Eyes Wide Open! Im Kunstareal werden die Leinwände folgender Institutionen bespielt: Hochschule für Fernsehen und Film (HFF), Pinakothek der Moderne, NS-Dokumentationszentrum, Amerikahaus und Staatliches Museum Ägyptischer Kunst. Das Futuro-Haus der Neuen Sammlung wird zum VR Pop Up Kino.
Programm-Highlights
Driving Europe
Die Arbeitsbedingungen für Truckfahrer*innen werden immer katastrophaler. So beginnen sie einen aufsehenerregenden Arbeitskampf im hessischen Gräfenhausen. Der Münchner Filmemacher Felix Länge begleitet sie dabei.
Fr, 8.5., 18 Uhr,
HFF Audimax
Barbara Forever
„I tell my story but with doubts“, so beschreibt die lesbische US-amerikanische Filmemacherin Barbara Hammer ihre Experimentalfilme. Im Zentrum steht der weibliche Körper – intim und verletzlich. Brydie O’Connor porträtiert eine Künstlerin, die sich ein Leben lang selbst dokumentiert hat.
Fr, 8.5., 16 Uhr, Pinakothek der Moderne
Amadou et Mariam – The Blind Couple from Mali
Amadou und Mariam lernen sich am Blindeninstitut kennen. Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt 1976 singen sie über ihre Diskriminierungserfahrungen als Blinde und berühren das Publikum in Mali zutiefst. Ihr Erfolg reicht bis nach Europa. Manu Chao und Damon Alban produzieren ein Album mit ihnen, mit Coldplay gehen sie auf Tournee. Für ein letztes Konzert kommen sie zurück nach Mali, bevor Amadou stirbt. Ein vor Lebensfreude sprühendes musikalisches Porträt.
Sa, 9.5., 16 Uhr, Pinakothek der Moderne
Change My Mind
Drei tschechische Verschwörungstheoretiker glauben, dass westliche Medien über Putins „Spezialoperation“ lügen. Dann reist Regisseur Robin Kvapil mit ihnen ins Kriegsgebiet. Werden sie bei ihren Überzeugungen bleiben? Nach der Vorführung in der HFF lädt das DOK.fest München mit dem Kultur.Konvoi zu einer Live-Schalte in die Ukraine ein.
Sa, 9.5., 19 Uhr, NS-Dokumentationszentrum
Do, 14.5., 17.30 Uhr, HFF Kino 1
Was an Empfindsamkeit bleibt
Die Münchner Filmemacherin Daniela Magnani Hüller überlebt als 16-Jährige einen versuchten Femizid. Vierzehn Jahre später sucht sie in persönlichen Gesprächen nach Antworten.
Sa, 9.5., 18.30 Uhr, HFF Kino 1
Mi, 13.5., 15 Uhr, HFF Audimax
Outliving Shakespeare
„I had 100 lovers! May they rest in peace!“ Die 83-Jährige Ligia lächelt verschmitzt. Ihre Theatergruppe probt ein Stück, in dem Shakespeares Figuren ihr Schicksal beklagen. Doch wie steht es mit dem eigenen Leben, gibt es Parallelen? Unsentimental und doch liebevoll begleitet die Kamera die Protagonist*innen durch ihren Alltag in einem maroden armenischen Altersheim.
So, 10.5., 11 Uhr, Pinakothek der Moderne
Lois Weinberger – Ruderal Society
Lois Weinberger war fasziniert von Ruderalzonen – der Vegetation auf Brachflächen. Nach ihrem Abbild und mit der Vision einer weit über die Botanik hinausreichenden Ruderal Society, schuf er Wildniskonstruktionen wie den Wilde Cube. In experimenteller Bilderfolge erleben wir einen Künstler-Poeten, der das an den Rand Gedrängte ins Zentrum stellte.
So, 10.5., 16 Uhr, Pinakothek der Moderne
Intelligence Rising
KI-Unternehmer, Generäle und Wissenschaftler wie Yuval Noah Harari blicken bei einem geopolitischen Rollenspiel ein Jahrzehnt in die KI-Zukunft: Wird Künstliche Intelligenz Fluch oder Segen für die Menschheit?
Di, 12.5., 21 Uhr, HFF Kino 1
Finding Connection
Der Film erzählt von Menschen, die nach vertrauensvollen Beziehungen suchen – und Bindungen zu KI-Chatbots eingehen. Doch was passiert, wenn die KI-Gefährten nach Updates plötzlich verändert sind?
Mi, 13.5., 17 Uhr,
HFF AUDIMAX
Watching People Watching Birds
Der Film beobachtet auf humorvolle Weise Menschen, die leidenschaftlich Vögel beobachten, darunter Autor Jonathan Franzen. Sie alle verbindet die Faszination für eine gefährdete Spezies.
Do, 14.5., 16 Uhr, HFF Kino 2
VR Pop Up Kino
In Kooperation mit dem XR HUB Bavaria zeigt Die Neue Sammlung – The Design Museum im Futuro-Haus vor der Pinakothek der Moderne bis einschließlich Sonntag, 17. Mai 2026, sechs immersive Arbeiten. Zu erleben gibt es u.a. eine immersive Tanz-Reise durch die berühmtesten Werke von Henri Matisse (Filmstill oben). Der Eintritt ist frei. Vorab muss jedoch online ein Zeitfenster reserviert werden.